Ein Privatrasen verdient die Pflege eines Greens

Ein dichter, gleichmäßig gewachsener Zierrasen <erfüllt längst nicht nur ästhetische Ansprüche. Als funktionales Vegetationssystem trägt er wesentlich zur Verbesserung des Mikroklimas im privaten und urbanen Raum bei. Durch Verdunstung kühlt er seine unmittelbare Umgebung, bindet CO2, produziert Sauerstoff und erhöht die Versickerungsfähigkeit von Niederschlägen. Eine Rasenfläche von 1.000 m² kann bis zu 23.000 Liter Wasser aufnehmen und zeitverzögert abgeben – ein bedeutender Beitrag zur lokalen Klimaregulation und zum Schutz vor Oberflächenabfluss.

Seit über 20 Jahren zählt der belgische Hersteller ELIET zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Mit einem patentierten, vielfach ausgezeichneten Saatverteilersystem hebt sich das Unternehmen deutlich von konventionellen Verfahren ab. Während herkömmliche Techniken das Saatgut lediglich oberflächlich ausbringen, setzen die ELIET-DZC-Nachsaatmaschinen auf ein Injektionsprinzip.

Schleichende Verlust der Dichte
In der Praxis nimmt die Rasendichte kontinuierlich ab. Einzelne Gräser sterben durch Alterung, Trockenstress, Krankheiten oder mechanische Belastung ab. Da der Rasen regelmäßig gemäht wird, bleibt ihm die natürliche Regeneration über Samenbildung verwehrt. Zurück bleiben Lücken – und diese werden schnell von Moos, Unkräutern oder organischen Ablagerungen besetzt. Es beginnt eine Abwärtsspirale, die ohne gezielte Gegenmaßnahmen unweigerlich zu Qualitätsverlust führt. Für den professionellen GaLaBau bedeutet das: Wer seinen Kunden dauerhaft Premium-Qualität bieten will, muss die Narbendichte aktiv und strukturell erhalten. Und genau hier kommt eine Technik ins Spiel, die im Profibereich längst Standard ist – im Privatgarten jedoch noch viel Potenzial birgt.

Schnell, effizient und wirtschaftlich
Die Nachsaat ist die effektivste und zugleich wirtschaftlich sinnvollste Methode, um die Rasendichte nachhaltig zu regenerieren. Insbesondere auf Privatflächen haben sich kompakte, selbstfahrende Nachsaatmaschinen bewährt. Ihr geringes Gewicht verhindert Spurbildung und Bodenverdichtung – ein entscheidender Vorteil gegenüber schwerer Technik. Gleichzeitig ermöglichen sie eine präzise Bearbeitung kleinerer Flächen und Randbereiche.

Präzision statt Streuverlust
Messer schneiden zunächst 8 bis 10 mm tiefe Rillen in die Grasnarbe. Anschließend wird das Saatgut über ein speziell entwickeltes Luftsystem gezielt und exakt dosiert in diese Rillen eingeblasen. Eine Andruckwalze verschließt sie unmittelbar, sodass das Saatgut sicher im Boden eingebettet ist. Das gelockerte Erdmaterial verteilt sich anschließend gleichmäßig auf der Oberfläche und wirkt als natürliche Topdressing-Schicht. Mit einem Reihenabstand von nur 24 mm entsteht nach der Keimung ein bemerkenswert homogenes Bild. Da das Saatgut sofort in einer feuchten, geschützten Umgebung liegt, verläuft die Keimung zügig und mit minimalem Austrocknungsrisiko. Laut Hersteller ist die Erfolgsquote entsprechend hoch – ein Argument, das insbesondere bei anspruchsvollen Privatkunden zählt.

Bildquelle: Eliet Europe nv