MEHR GRÜN – WENIGER PFLEGE

Aktuelles für Galabau-Profis

26.02.2019

MEHR GRÜN – WENIGER PFLEGE

100 Millionen Euro stellt der Bund für die klimawandelgerechte Modernisierung von öffentlichem Grün bereit. Damit der Pflegeaufwand für das Mehr an Bäumen und Pflanzen möglichst gering bleibt, sollten Pflanzerden optimal Wasser speichern und puffern und Spezialsubstrate zu schnelles Pflanzenwachstum verhindern. Torfreduziert sollten sie am besten auch noch sein. Dass dieser Spagat funktioniert, zeigen die Materialien von frux GaLaBau.

Die GaLaBau-Branche boomt. Seit 2005 wächst der Umsatz von rund 4,5 auf zuletzt knapp 7,9 Milliarden Euro. „Bis 2020 bleibt diese Entwicklung Prognosen zufolge unverändert“, sagt Gartenbauingenieur Jonas Rothenhöfer, Qualitätsbeauftragter und Produktmanager frux GaLaBau. „Ein Wachstumstreiber ist der Hitzesommer 2018. Zahlreiche Schäden an Pflanzen und Bäumen in privaten Gärten, Landschaftsgärten, Park- und Grünanlagen müssen jetzt ausgebessert werden“, so Rothenhöfer. „Hinzu kommt, dass der Bund über die nächsten vier Jahre 100 Millionen Euro für die Begrünung von Städten zur Verbesserung des Klimas bereitstellt.“ Um Aufwand und Kosten bei Anlage, Erhalt und Pflege möglichst gering zu halten, spielen auch die richtigen Materialien eine entscheidende Rolle.

Spezialsubstrat für Magerstandorte
Knapp 40 Materialien umfasst das frux Sortiment für den GaLaBau, das in enger Zusammenarbeit mit Profianwendern entwickelt wird. „Vorrangiges Ziel ist die Kultur- und Anwendungssicherheit für GaLaBauer – unter Berücksichtigung von ökologischen Aspekten, Rohstoffverfügbarkeit, aktuellen Verbraucherwünschen sowie politischen Anforderungen“, erläutert Rothenhöfer.
Für hitzetolerante und pflegeextensive Steppenvegetationen, Pflanzflächen mit Stauden, Gräsern oder Sedumgewächsen bietet das frux GaLaBau-Sortiment die Spezialerde für Trog- und Dauerbepflanzung. Diese durchlässige und dauerhaft strukturstabile Erde fördert dank ihrer mineralischen Struktur Drainagewirkung sowie Belüftung des Wurzelbereichs und beugt einer Verdichtung der Erde vor. Frischer Naturton versorgt die Pflanzen gleichmäßig mit Wasser und Nährstoffen, eine geringe Langzeitdüngung hilft beim Anwachsen der Stauden, verhindert aber, dass die Pflanzen zu schnell wachsen.

„Auch beim Anlegen von Bienenweiden kommt unsere Spezialerde für Trog- und Dauerbepflanzung zum Einsatz“, sagt Rothenhöfer. „So zum Beispiel im Rahmen eines Bienenprojekts auf der letztjährigen Landesgartenschau in Würzburg.“ Initiiert wurde das Projekt von der Imkerschaft in Stadt und Landkreis Würzburg in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bienenkunde und Imkerei an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) sowie dem Forschungsprojekt HOBOS.

Mulchen und Boden verbessern mit einem Material
Jede Menge Arbeit spart auch der frux Stauden- und Rosenmulch „Gartenfaser“, der Mulchmaterial und Bodenverbesserer in einem ist. Das torffreie Material aus Rindenhumus, Holzfaser und Kompost ist stickstoffstabil sowie gerbsäurefrei und eignet sich selbst zum Abdecken empfindlicher Kulturen wie Bodendecker und Rosen. Weil die einzelnen Komponenten
verzahnen, bleibt die Gartenfaser im Gegensatz zu Rindenmulch oder Pinienrinden sogar bei Starkregen, orkanartigen Böen und in Hanglagen stabil auf der Bodenoberfläche liegen. Darüber hinaus entfällt bei Wechselpflanzflächen das Abräumen des Mulchmaterials, da die Gartenfaser einfach in den Unterboden eingearbeitet werden kann. Dann liefert sie Nährstoffe und hält Feuchtigkeit im Boden, was den Gießaufwand extrem reduziert. „In Frankreich nutzt eine Kommune das Material schon seit Jahren auf allen öffentlichen Pflanzflächen.“

Torfersatz hat viele Facetten
In der öffentlichen Diskussion nimmt Torfersatz durch die Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom November 2018 so richtig Fahrt auf. In der Schweiz hat sich u. a. der Unternehmerverband der Gärtner langfristig für den Verzicht von Torf ausgesprochen. „Ausgenommen sind spezielle Anwendungen, wie z. B. das Anlegen bzw. Pflegen von Moorbeeten“, sagt Rothenhöfer. „Hier sind wir bei dem aus unserer Sicht eigentlichen Kern. Torf ist nach derzeitigem Wissensstand noch nicht in jedem Substrat komplett ersetzbar und sollte nicht um des Ersatzes willen ersetzt werden. Alternative Zuschlagstoffe sollten vor allem die Eigenschaften optimieren“, so Rothenhöfer. „Auch die Verfügbarkeit der Rohstoffe spielt bei dieser Debatte eine wichtige Rolle. Fürs Pflanzen, Topfen, Bodenverbessern und Mulchen bieten wir neben konventionellen Materialien auch komplett torffreie“, betont Rothenhöfer. „Und selbst unsere konventionellen Substrate und Bodenverbesserer für den GaLaBau sind längst torfreduziert.“

Alternative Komponenten optimieren Torfsubstrate
Einheitserde und damit auch frux GaLaBau, die 2017 aus dem Einheitserdeprogramm als eigenständige Marke hervorgegangen ist, widmet sich dem Thema Torfersatz schon seit Jahrzehnten, „lange bevor die Diskussion überhaupt aufkam“, sagt Rothenhöfer. Seit den 1950ern mischt Einheitserde seinen Substraten Ton bei. „Frischer Naturton hat hohe Speicher- und Pufferkapazitäten für Wasser und Nährstoffe. Ein Ton-Torf-Gemisch gleicht Schwankungen im Wasser- und Nährstoffangebot deutlich besser aus als ein reines Torfsubstrat und lässt sich leichter wieder benetzen“, erläutert Rothenhöfer. Frischer Naturton hat den Vorteil, dass er anders als Granulat gleichmäßig und nicht nur punktuell im Substrat verteilt ist und im Gegensatz zu Tonmehl nicht so schnell ausgewaschen wird. Zudem wird er in deutlich größeren Mengen beigemischt. Weil er auch die verschiedenen Substratkomponenten miteinander verbindet, ist er ein wichtiger Bestandteil von Substraten mit Holzfasern. Ein weiterer Vorteil: Sowohl Holz als auch Ton sind regionale Rohstoffe. „frux GaLaBau hat auch Materialien ausschließlich aus regionalen Rohstoffen im Sortiment. GaLaBauer können bei öffentlicher und privater Auftragsvergabe ganz individuell auf Kundenwünsche reagieren – egal, ob torffrei oder regional.“

 


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