Eine Straßenmeisterei entdeckt die Möglichkeiten

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23.10.2019

Eine Straßenmeisterei entdeckt die Möglichkeiten

Die Straßenmeisterei Lemgo betreut insgesamt 300 Kilometer Landes- und Bundesstraßen in Ostwestfalen. Welche Erfahrung mit diesem Gerät hat sie nach 200 Stunden Einsatz eines Schlegelmulchers LV 500 von MDB gemacht? Der Leiter der Straßenmeisterei, Ralf Kaiser, gibt hierzu Einblicke.

Wir treffen Kaiser bei einer Brückenanlage in der Nähe des Bauhofs. Da ist die Maschine heute im Einsatz. Kaiser erzählt, dass er und sein Team erst durch die tägliche Arbeit mit der LV 500 gemerkt haben, dass diese Raupe ein echtes Multitalent ist und dass sie deswegen im Rahmen von Pflegemaßnahmen das ganze Jahr hindurch für viele Aufgaben geeignet sei. Bestellt wurde von ihm seinerzeit eine Mähraupe mit einem Schlegelmulcher. Diese wurde gemäß der ausgeschriebenen Parameter durch die Firma Vogt in Schmallernberg (Sauerland) geliefert. Im Rahmen der verschiedenen Tätigkeiten der Straßenmeisterei wurde die Stubbenfräse an der Raupe vorgeführt und getestet. Insgesamt können bis zu 30 Anbauteile an der MDB LV 500 verwendet werden.

Inspektion vor Ort
Der beim Besuchstermin live erlebte gefräßige Schlegelmulcher wird von einem ca. 50 PS starken Viertaktmotor angetrieben. Über Gummiketten bewegt er sich fort, schafft dabei steile Hänge und sogar matschige Böschungen bis 60 Grad Steigung. Die rotierenden Schlegel zertrümmern Sträucher und Gräser und hinterlassen den Boden wie gefräst. „Das war früher harte Knochenarbeit“, sagt Christian Heimann (51), „vor allem an den steilen Böschungen“. Die abgeschlagenen Sträucher werden vom Mähwerk zertrümmert, es bleibt nichts sperriges mehr übrig. Für den Maschinenführer Heimann ist die ehemals mühsame Arbeit nun ein Kinderspiel, der LV 500 nahezu ein begeisterndes technisches Spielzeug. Heimann folgt dem Kraftpaket in sicherer Entfernung mit seiner Fernsteuerung des Geräts und gibt über Steuerhebel die gewünschten Kommandos für die zu verrichtende Arbeit. Der Mäher greift kraftvoll an. Selbst die steilen Passagen an den Brückenköpfen werden mit dem Gerät wie spielerisch vom hohen Schwarzdorn- und Wildrosen-Gesträuch befreit. Raupentechnologie hat die Pflegeeinsätze der Straßenmeisterei deutlich sicherer gemacht.

Check nach 200 Stunden
Nach 200 Stunden hartem Einsatz auf den Landes- und Bundesstraßen in Ostwestfalen sind bis dato noch keine Nennenswerten Mängel an der LV 500 aufgetreten. Bei einer zwischenzeitlich kurzen Inspektion durch den mobilen Service des Lieferanten Vogt wurden keine Mängel festgestellt. Lediglich einige Spezialschlegel aus hochvergütetem Spezialstahl wurden getauscht. So leistet die Maschine nun wieder ihre Arbeit im vollen Betrieb.

Die Raupe von MDB biete einen deutlichen Mehrwehrt, so Kaiser: „Wir können die Maschine auch in den Wintermonaten voll nutzen, z. B. bei der Gehölzpflege. Viele Wettbewerbsprodukte, die wir hier getestet haben, haben uns nicht die Vielfalt an Anbaugeräten geboten, wie sie für den LV 500 zur Verfügung stehen.“

Ausschreibungen präziser fassen
Den Umstand, dass Ausschreibungen oftmals nicht ganz genau gefasst werden, bedauert das Team um Ralf Kaiser. Denn: „So finden nicht immer die besten Lösungen zu uns. Eine Mähraupe ist eben nicht nur eine Mähraupe, sondern auch ein vollwertiger universeller Geräteträger. Es kommt daher auf die Formulierung in den Ausschreibungen an.“ Daher der Tipp: Genau formulieren, was man haben will.

Wenn die praktische Erfahrung zählt ...
MDB produziert seit über 25 Jahren Funkraupen – ein wertvoller Erfahrungsvorsprung. Technische Alleinstellungsmerkmale wie die patentierte hydraulische Fahrwerksverstellung (absolute Kippsicherheit durch tiefen Schwerpunkt), die hydraulische Seitenverschiebung des Arbeitsgerätes, das einzigartige Kettenführungs-System mit zentraler Führungskufe oder auch die patentierte Motorschmierung sorgen für einen sicheren und dauerhaft zuverlässigen Betrieb in extremsten Einsatzsituationen bis 70 Grad Hangneigung. Alle Funktionen der Raupe werden über eine störungsfreie HBC Hochfrequenz-Funkanlage mit 4-Wege-Joystick gesteuert.
Neben den technischen Alleinstellungsmerkmalen der Maschinen und Geräte legt man bei Vogt großen Wert auf besondere Servicequalität: Da Mulchraupen größtenteils in Extremsituationen unter hoher Beanspruchung eingesetzt werden, sorgen mehrere Servicestützpunkte und deutschlandweite Servicetechniker für eine umfassende Betreuung aller „Vogt-Geräte“ im laufenden Betrieb.

 

Bildquelle: Vogt 


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