Ausgezeichnetes Holz – professionell verlegt!

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24.04.2019

Ausgezeichnetes Holz – professionell verlegt!

Frisch verlegt sieht jede Holzterrasse gut aus. Damit das auch so bleibt, müssen Planer und ausführende Betriebe einiges beachten. Ausgangbasis für eine lang haltbare Terrasse und zufriedene Kunden ist hochwertiges Holz. Ein von der Firma Kebony patentiertes Verfahren erhöht die Widerstandsfähigkeit und Dimensionsstabilität des Holzes – biobasiert und ohne Schadstoffe. 

Kiefer wird hierbei in einem patentierten Prozess in einem Bioalkohol getränkt und anschließend getrocknet. Dabei wird die Zellstruktur des Holzes permanent verändert. Es erreicht die technischen Qualitäten von Teakholz, ist dauerhaft, dimensionsstabil und erhält eine dunkelbraune Farbe. Alle Kebony-Hölzer entwickeln im Lauf der Zeit eine silbergraue Patina, wenn sie direkter Bewitterung ausgesetzt sind. Auf alle Dielen gibt es 30 Jahre Garantie. Kebony lässt sich als Terrassen- und Konstruktionsholz für verschiedene Gartenprojekte einsetzen, denn die Produktpalette macht auch Fassaden für Gartenhäuser und Stege für Gartenteiche möglich. Die Sortierung in Clear (astrein) und Character (astig) lässt zudem Spielraum in der Gestaltung, und zahlreiche Dimensionen mit einer Länge von bis zu 4,8 m erleichtern die Umsetzung beim Kunden.

Neben dem Material ist auch eine solide Basis für die Holzterrasse entscheidend. Wichtig ist also eine hochwertige Unterkonstruktion – diese sorgt für Stabilität und Haltbarkeit des idyllischen Außenbereichs.

Welches Material für die Unterkonstruktion?
Zunächst müssen Sie sich auch hier für ein Material entscheiden. Hierbei sollten Sie am besten für die Unterkonstruktion das gleiche nutzen, aus dem auch die Terrasse selbst bestehen soll. Das bedeutet, wer langlebige Dielen (z. B. aus Kebony) verwenden möchte, sollte die gleiche Holzart auch für die Unterkonstruktion einsetzen. Der Grund: Was nützen einem lang haltbare Holzdielen, wenn unter ihnen alles schon nach kurzer Zeit vergammelt?

Wer einen ebenen Betonboden vorliegen hat, muss sich nur wenig Gedanken machen. Ansonsten muss genau geplant werden. Wer eine ebene Fläche bebauen kann, hat auf den ersten Blick weniger Aufwand bei der Unterkonstruktion. Doch auch bei einem komplett geraden Boden muss ein gewisses Gefälle eingeplant werden. Das liegt daran, dass Wasser später ablaufen können muss, ansonsten schädigt es ggf. das Holz. Dazu rechnet man etwa 2 %, das bedeutet, je laufenden Meter senken sich die Dielen um 2 cm ab.

Aber natürlich bedarf eine Hanglage etwas mehr Vorbereitung. Hier arbeitet man mit Stelzen und höhenverstellbaren Profilen, die je nachdem an den Untergrund angepasst werden können. So entsteht oben eine gerade Ebene, auch wenn unterhalb der Terrasse sich eine kleine Hügellandschaft befindet.
Ab einer bestimmten Höhe der Terrasse (65 cm) müssen zudem gewisse Vorschriften beachtet werden. Für tragende Konstruktionen dürfen in Deutschland nur bewährte Holzarten wie z. B. Lärche, Eiche, Bongossi oder Ipé mit der entsprechenden Qualitätssortierung verwendet werden. Ansonsten ist eine bauaufsichtliche Zulassung der verwendeten Hölzer vorgeschrieben. Das gilt eben auch für Balkone und Terrassen oder Stege, die in über ca. 65 cm Höhe errichtet werden. Achtung: Diese Regel betrifft nicht nur die tragende Unterkonstruktion, sondern auch die Dielen selbst. Thomas Wilper, Sachverständiger für Terrassen dazu: „Viele wissen nicht, dass das hierfür teilweise eingesetzte Bangkirai keine bewährte und zugelassene Holzart nach den derzeit gültigen Normen und Regelwerken ist und auch keine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung hat. Damit realisierte Bauwerke genügen nicht den rechtlichen Vorschriften, und es besteht die Gefahr, dass teure Aus- und Einbaukosten entstehen können.“

Kebony hat auf der Messe GALABAU 2018 die Innovationsmedaille für Kebony Clear (22 x 142 mm), das erste modifizierte Terrassenholz mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (abZ) erhalten. Planungssicherheit für den Garten- und Landschaftsbauer und der Nachhaltigkeitsaspekt haben die Jury überzeugt.

Aufbau einer Terrassenunterkonstruktion
Um einen kleinen Eindruck zu gewähren, hier einmal der idealtypische Aufbau. Bitte aber immer die Montageanleitungen der jeweiligen Hersteller beachten. Nur dann greift im Fall des Falles die Garantie.

Boden
Als erstes muss dafür gesorgt werden, dass ein ebener und stabiler Untergrund vorhanden ist. Dafür koffert man in der Größe der geplanten Terrasse den Boden ausreichend tief (ca. 40-80 cm) aus. Hier hinein kommt eine Schicht Schotter (ca. 25-65 cm), die dann zugleich für Stabilität und Frostschutz sorgt. Der Schotter muss Schicht für Schicht aufgetragen und immer wieder verfestigt werden (z. B. mit einer Rüttelplatte). Darüber kommt eine etwas dünnere Schicht Splitt (ca. 15 cm, dadurch kann Wasser sehr gut versickern) sowie am besten ein Unkrautvlies.

Unterkonstruktion
Als nächstes müssen Steinplatten als Auflage für die Dielen im richtigen Abstand auf der Fläche verteilt werden. Dieser ergibt sich aus dem Verlegemuster der Dielen und muss individuell errechnet werden. Sie bilden das Fundament, auf dem nun die eigentlichen Elemente der Unterkonstruktion – Holzbalken – befestigt werden können.

Diese müssen unbedingt mit einem Gummigranulatpad unterlegt werden, da sonst wieder Gefahr besteht, dass das Holz fault, wenn Wasser dazwischen gerät, anschließend aber nicht gut abtrocknen kann. Jetzt kann alles befestigt werden. Es sollten mindestens V2A Edelstahlschrauben eingesetzt werden. Dabei muss man unbedingt auf die richtigen Abstände achten, denn Holz arbeitet. Es kann zu Spannungen oder sogar Schäden kommen, wenn hier nicht genug Luft einkalkuliert wird. Bei hochwertigem Holz wie Kebony können die Abstände relativ klein gewählt werden. Verlegen Sie die Unterkonstruktionen mit einem Abstand von maximal 50 cm bei Kebony Clear und mit maximal 60 cm Abstand bei Kebony Character.

Damit ist die Unterkonstruktion fertig. Als konstruktiven Holzschutz muss man bei Kebony Character noch die Schnittkanten versiegeln. Man sollte außerdem später beim Verlegen der Dielen wieder mit Abstandshaltern arbeiten, damit das Wasser immer rundherum gut und zügig abfließen bzw. trocknen kann und sowohl Holzterrasse als auch Holzunterkonstruktion lange schön bleiben. Für die Dielen aus Kebony gilt: Verlegen Sie die Dielen mit ca. 8 mm Abstand bei Kebony Character Dielen und mit einem Abstand von ca. 6 mm bei Kebony Clear Dielen.

Planungssicherheit durch Schulung
Um das hochwertige Holz auch gut verlegen zu können, wurde nun auch in Deutschland das Kebony PRO Team gegründet. Das PRO Team ist ein Netzwerk von Spezialisten für Holzterrassen, die als geschulte Experten für Material und Montage der Kebony-Produkte auftreten. Geschult wird in Zusammenarbeit mit dem Holzfachhandel. Interessierte Betriebe melden sich bei Stephan Knipping (skn@kebony.de).

 

Bildquelle: Rene Sievert 


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