Urbane Parkpflege 2030 Husqvarna Designkonzept

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27.11.2017

Urbane Parkpflege 2030 Husqvarna Designkonzept

Wie mag urbane Grünflächenpflege mithilfe von Robotertechnik im Jahr 2030 aussehen? Mit Fragen wie dieser beschäftigten sich rund 100 Profis aus dem internationalen Garten- und Landschaftsbau beim 3. Silent City Kongress in Schottland. Die Stadt Edinburgh hatte gemeinsam mit Husqvarna Vertreter aus Praxis, Forschung und Medien dazu eingeladen, die Möglichkeiten und Grenzen neuer Technologien für die urbane Grünflächenpflege zu diskutieren.

Husqvarna präsentierte dabei das Designkonzept Solea für ein urbanes Mähroboter-System im Jahr 2030. Das Designkonzept Solea bedient sich der aktuellsten verfügbaren Technik und besteht aus einem Verbund von verschiedenen Sensoren und autonom mähenden Robotern – gesteuert und transportiert durch Drohnen. Diese sammeln zudem Informationen über den Zustand des Parks – z. B. Feuchtigkeit, Luftqualität, etc. Solea beschränkt sich jedoch nicht auf den Bereich des Mähens, sondern soll die Grünpfleger von morgen in vielen weiteren Bereichen unterstützten, damit diese Ihre Kenntnisse für anspruchsvollere Aufgaben einsetzen können. Solea ist eine Designstudie; eine Produktion des Systems ist aktuell nicht geplant.

Grundlage: Future Urban Parks
Auf Grundlage des „Future Urban Parks Report“ geht Husqvarna davon aus, dass Parks im städtischen Bereich trotz des hohen Wettbewerbs um Flächen künftig zunehmen, aber gleichzeitig komplexer werden – z. B. als Dachgärten oder kleine separate Grünflächen. Dementsprechend werden wirtschaftliche Lösungen für die Pflege solch dezentraler Flächen gefragt sein. Hier setzt Solea mit einem innovativen Konzept an.
„Husqvarna SOLEA demonstriert unser Engagement, neue Möglichkeiten zu erforschen, mit denen Städte grüner werden können und mit denen Landschaftsgestalter Zeit für anspruchsvolle Arbeiten freimachen können“, sagt Pavel Hajman, Präsident der Husqvarna Division. „Seit über 20 Jahren treiben wir die Entwicklung von Mährobotern voran und wir prognostizieren, dass sie in einigen Jahren einen festen Platz in den Teams der professionellen Landschaftspflege haben werden.“

Wie funktioniert Husqvarna SOLEA?
Das Husqvarna Solea-Konzept steht für rasche autonome Rasenpflege rund um die Uhr, bei der Parkbesucher kaum gestört werden. Während des Betriebs sammelt das System Daten und Informationen in Echtzeit und wertet diese unter Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz aus. Grünflächenpfleger erhalten so ganzheitliche Informationen über den aktuellen Zustand des Parks und wissen, wann und wo ihr Eingreifen nötig ist.

Das Solea-System besteht aus fünf Bestandteilen: einer Scout-Drohne, mehreren fest installierten Sensoren (z. B. an Bäumen), einer Transportdrohne, neun Luftkissen-Mährobotern und einer KI-Cloud (KI = Künstliche Intelligenz).

Die Transportdrohne bringt die neun Luftkissen-Mähroboter und die kleinere Scout-Drohne an ihren Einsatzort. Auch das Erreichen von Dachgärten oder kleinerer Parks inmitten belebter Straßen und Fußgängerzonen ist kein Problem. Die KI-Cloud errechnet dafür die ideale Route, unterwegs orientiert sich die Transportdrohne mittels GPS. Energiequelle ist Solarenergie. Die Transportdrohne lädt Mähroboter und Scout während des Flugs auf.

Die neun Mähroboter arbeiten im Verbund oder einzeln und schweben per Luftkissen-Technologie je nach Einstellung 3-5 cm über dem Boden. Für den Auftrieb ist in der Mitte der Roboter ein Ventilator verbaut. Durch zusätzliche kleine Ventilatoren an den Ecken steuern die Roboter wendig und präzise. Während der Arbeit kommunizieren sie kontinuierlich untereinander und mit der Scout-Drohne, um etwaige Veränderungen in der Umgebung sofort berücksichtigen zu können.

Die Scout-Drohne verfügt über Sensoren zur Untersuchung der Umgebung. Diese Informationen werden zur Auswertung an die KI-Cloud des Systems gesendet, z. B. zur Ermittlung der Arbeitszeit der Mähroboter oder falls ein Eingreifen der Landschaftspfleger erforderlich ist. Zudem beobachtet die Scout-Drohne die arbeitenden Mähroboter kontinuierlich aus der Vogelperspektive, um sie unmittelbar über Hindernisse und andere Veränderungen im Park zu informieren.

Fest installierte Sensoren sammeln zusätzlich Daten über den Park, die der KI-Cloud durch Langzeit-Daten eine ganzheitliche Betrachtung des Zustands des Parks ermöglichen.

Die KI-Cloud interpretiert unter Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz (KI) die gesammelten Daten, steuert den Mähvorgang und schätzt den Zeit- und Ressourcen-Aufwand für die Fertigstellung der Aufgaben ab. Nach dem Mähvorgang dokumentieren die in die Cloud hochgeladenen Daten die geleistete Arbeit und den aktuellen Zustand des Parks.


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